Deutsche Maschinengewehre - Entwicklung, Taktik und Einsatz von 1892 bis 1918
€ 99,00
Produktinformationen "Deutsche Maschinengewehre - Entwicklung, Taktik und Einsatz von 1892 bis 1918"
Deutsche Maschinengewehre
Entwicklung, Taktik und Einsatz von 1892 bis 1918
Über das Buch:
Farbbildband, 520 Seiten, ca. 1.000 Farbfotos, zeitgenössische SW-Fotos, Tabellen und Abbildungen, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Großformat: 29,5 x 26 cm
Autoren: Frank Buchholz, Thomas Brüggen
ISBN: 978-3-902526-95-3
Gewicht: 3.5 kg
€99,00
Inhalt:
„Die Artillerie gestaltet das
Schlachtfeld – Maschinengewehre verteidigen es!“ Dieser Satz kennzeichnet die
Materialschlachten des Ersten Weltkrieges wie kaum ein zweiter. Die
waffentechnischen Umwälzungen gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20.
Jahrhunderts mündeten nach Kriegsausbruch 1914 in eine industrialisierte
Kriegführung, die besonders durch den Einsatz von Maschinengewehren – neben der
Artillerie – geprägt wurde. Dieser Bildband mit 520 Buchseiten sowie rund 1.000
Fotos und Abbildungen zeichnet diese Entwicklung der deutschen Maschinengewehre
nach und vermittelt anschaulich, warum sie zur gefürchtetsten Infanteriewaffe
des Ersten Weltkrieges wurden.
Gelang es einem angegriffenen Truppenteil, das Trommelfeuer des Angreifers zu
überstehen und seine eigenen Maschinengewehre mit Beginn des Infanterieangriffs
rechtzeitig in Stellung zu bringen, so war mit Sicherheit davon auszugehen,
dass der feindliche Angriff blutig scheitern würde. Mit allen Mitteln wurde
daher versucht, die gegnerischen Maschinengewehre außer Gefecht zu setzen. Der
richtige Einsatz von MGs konnte Gefechte entscheiden, konnte einem zahlenmäßig
unterlegenen Verteidiger die nötige Feuerüberlegenheit geben, um sich gegen
Angriffe erfolgreich zu verteidigen.
Gerade für die deutsche Armee an der Westfront ersetzte die Feuerkraft der
Maschinengewehre die ständig abnehmende Personalstärke der
Infanterie-Regimenter. Der Maschinengewehrschütze wurde im Gegensatz zum
Gewehrträger zum eigentlichen Träger des Infanteriegefechtes. Umso stärker
machte sich die 1915 einsetzende Maschinengewehrkrise mit der Unfähigkeit der
deutschen Waffenhersteller bemerkbar, Maschinengewehre in ausreichenden
Stückzahlen zu produzieren, um den Bedarf der Truppe zu decken. Erst die durch
Prof. Romberg erarbeiteten neuen Produktionsverfahren und die Einführung von
Normierungen führten mit der Produktion des MGs 08/15 zu einer Verzehnfachung
der monatlichen Produktionsziffern.
Neben den Standardmaschinengewehren MG 08 und MG 08/15 werden die Varianten
Luft-MG 08 und 08/15 behandelt, das Ende der Maxim-Entwicklungsreihe mit dem MG
08/18 sowie die überaus seltenen Modelle Parabellum M 1913, M 1913/17, das
Dreyse-MG, die Bergmann-MG-Modelle alter Art und neuer Art sowie das Tank- und
Fliegerabwehr-MG. Der Betrachtungszeitraum reicht dabei von 1892 bis in die
Nachkriegszeit des Ersten Weltkrieges und in die Zeit der Reichswehr hinein. In
entsprechenden Exkursen gehen die Autoren auf die beiden Selbstladegewehre
Mondragón und Mauser-Flieger-Selbstladekarabiner ein, die zwar keine automatischen
Waffen sind, die aber bei den deutschen Luftstreitkräften als Vorläufer
automatischer Waffen eingesetzt wurden. Zum Ende behandelt das Buch auch die
Maschinenpistole 18, die kurz vor Kriegsende eingeführt, automatische Waffen
erstmals als flexibel geführte Handwaffen einsetzbar machte.
Neue Erkenntnisse, gewonnen aus Archivalien des Bayerischen Kriegsarchivs sowie
des Bundesarchivs/Militärarchivs, erlauben eine neue Sichtweise auf
Produktions- und Beschaffungsverfahren, den Einsatz von MGs durch die deutsche
Armee im Ersten Weltkrieg und die Verwendung von Beute-MGs.