Arbeiter Abstinenten Bund Wien

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Mitgliedsabzeichen des Arbeiter Abstinenten Bundes Wien, Buntmetall emailliert, auf der... mehr
Produktinformationen "Arbeiter Abstinenten Bund Wien"

Mitgliedsabzeichen des Arbeiter Abstinenten Bundes Wien, Buntmetall emailliert, auf der Rückseite Nadel, Fertigung um 1900 - Durchmesser 18mm

aus Geschichte-Wien:

Arbeiter-Abstinentenbund

Das Wohnungselend trieb die Arbeiter in die Wirtshäuser und Branntweinschenken. Der Alkoholismus entwickelte sich zu einer Volksseuche, der die Sozialdemokratie entgegenzutreten gewillt war. 1899 wurde der "Verein der Abstinenten" gegründet (als dessen Organ ab 1. Jänner 1902 die Zeitschrift "Der Abstinent" erschien), 1901 folgten die ersten Arbeiter-Abstinentenvereine in Wien und Graz; 1902 entstand in Wien auch ein bürgerlicher Verein abstinenter Frauen. Der Gesamtparteitag 1901 nahm eine Resolution an, die den Alkoholismus eindämmen sollte. Am 19. Jänner 1905 wurde im Arbeiterheim Favoriten von Anton Hölzl (Anton-Hölzl-Hof) mit den Ärzten Dr. Richard Fröhlich und Dr. Richard Wlassak (Wlassakstraße) der "Arbeiter-Abstinentenbund in Österreich" gegründet, in dem die Arbeiter-Abstinentenvereine aufgingen (ab 1. Jänner 1906 Zeitschrift "Der Abstinent" als Bundesorgan).

Der Arbeiter-Abstinentenbund erlangte als Instrument im Kampf gegen den vor dem Ersten Weltkrieg extremen Alkoholismus unter der Arbeiterschaft für die Sozialdemokratie große Bedeutung. Schuhmeier und Reumann wurden heftig angegriffen, weil sie im Gemeinderat für billiges Bier eintraten. 1907 schlossen sich die Gewerkschafter dem Kampf gegen die Auswirkungen des Alkoholismus an, beschränkten sich allerdings in ihren Zielen auf Aufklärung und Erschütterung der Trinkgewohnheiten. Hölzl war bis 1934 (Verbot des Arbeiter-Abstinentenbunds) Obmann (Sekretariat 7, Seidengasse 15).

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