kuk General-Genie-Inspektor Feldzeugmeister Daniel Freiherr von Salis-Soglio

komplette Uniformierung des kuk General-Genie-Inspektor Feldzeugmeister Daniel Freiherr von... mehr
Produktinformationen "kuk General-Genie-Inspektor Feldzeugmeister Daniel Freiherr von Salis-Soglio"

komplette Uniformierung des kuk General-Genie-Inspektor Feldzeugmeister Daniel Freiherr von Salis-Soglio! Lichtblauer zweireihiger Waffenrock aus feinem Tuch mit kirschroten Vorstössen, Kragen und Ärmelaufschlägen. Kragen und die Ärmelaufschläge sind mit einer breiten Goldborte im Generaldesign besetzt, am  Kragenspiegel befinden sich je drei Sterne aus Goldgespinst, wobei zwei davon fehlen (deutliche Sitzspuren vorhanden); Die Jacke ist mit einer doppelten Knopfleiste mit je 8 vergoldeten Knöpfen im Generaldesign versehen, zahlreiche Schlaufen für Orden und Auszeichnungen an der rechten Brust, sowie am rechten Oberkörper nach unten verlaufend. Revers befindet sich eine Goldkordell um zwei Knöpfe gespannt für den Kämmererschlüssel; Das Innenfutter besteht aus weißen und roten Seidenstoff mit eingenähtem Herstelleretikett: "Moritz Tiller und Co.", eine Innentasche an der Brust sowie eine an den Vorstössen der Knopfleisten, einige Mottenlöcher an der Rückseite; Tragespuren. Große Größe! In der Brusttasche handgeschriebener Zettel von Carl Salis-Soglio (Sohn) als Bestätigung, dass dies der letzte Waffenrock seines Vaters als Gen.Gen.Insp. war. Datiert 1924! Dazu ein Abzug eines Fotos aus dem Bildarchiv der öst. Nationalbibliothek.

Die Hose besteht aus feinen dunkelgrünem Tuch mit kirschroten Vorstössen, eine vierfache Knopfleiste zum Verschliessen, sowie ein eingenähter Gürtel. Drei Taschen an der Front; die Hose lässt sich an den Knöcheln aufknöpfen und befindet sich in guter Erhaltung; dazu ein Paar Offizierstiefel

Die schwarze steife Kappe kommt in der hohen Ausführung um 1890 mit Offizierskokade Modell Kaiser Franz Josef, ein vergoldeter Knopf in Generaldesign an der Front, schwarzer Sturmriemen aus Lackleder beidseitig von einem goldenen Knopf in Generaldesign gehalten.,Lacklederschirm rechts kurz vor dem Ansatz eingerissen. Umlaufende Goldborte mit schwarzen Durchzügen. Schwarzes Stirnleder und grau gemustertetes Seidenfutter

Der Waffenrock und die Hose entsprechen der kuk. Adjustierungsvorschrift für Stabsoffiziere der Genietruppe und sind extrem selten!

Eindrucksvolles und extrem seltenes Uniformset einer bekannten Persönlichkeit! Im Internet findet sich auch ein Brustfoto von FZM Salis-Soglio mit zahlreichen Orden und Auszeichnungen, auf dem er eindeutig mit dem angebotenen Waffenrock abgebildet ist!

Daniel von Salis-Soglio entstammte dem schweizerischen Adelsgeschlecht Salis, er war ein Sohn des eidgenössischen Obersten Emanuel Freiherr von Salis-Soglio (*Zizenhausen bei Stockach -† 1863), Schweizer Kantonsoberst, und Margareta Perpetua Freiin von Salis-Rietberg (* 1804-† 1854). Er absolvierte die Ingenieurakademie und wurde am 22. September 1845 zum Leutnant ausgemustert. 1848 wurde er zum Oberleutnant und 1849 zum Hauptmann befördert. Den Feldzug 1859 in Italien machte er, der Feld-Genieinspektion der zweiten Armee zugeteilt, mit Auszeichnung mit. 1860 wurde Salis-Soglio Major, nahm 1864 als Geniechef des 2. österreichischen Korps an dem Feldzug gegen Dänemark teil und avancierte zum Oberstleutnant. In demselben Jahre wurde Salis-Soglio Geniedirektor in Graz. 1866 war er Festungskommandant von Rovigo und wurde 1867 zum Befestigungsbaudirektor in Südtirol und in demselben Jahre zum Obersten im Geniestab ernannt. 1871 in gleicher Eigenschaft nach Przemyśl versetzt, 1873 Geniechef beim Generalkommando in Lemberg und am 1. November 1874 zum Generalmajor befördert. Am 5. Juli 1876 wurde er zum Präsidenten des technischen und administrativen Militärkomitees bestellt und im Mai 1879 zum Feldmarschallleutnant befördert. 1880 wurde Salis zum General-Genieinspektor ernannt und am 1. Mai 1889 zum Feldzeugmeister befördert. Salis-Soglio war seit März 1891 Inhaber des Infanterieregiments Nr. 76. Am 12. Juli 1892 genehmigte Kaiser Franz Joseph I. das Pensionsgesuch von Salis mit dem Domizil in Wien.

Der Geniestab war verantwortlich für die Leitung des kriegsbautechnischen Dienstes; er wirkte beim Angriff und der Verteidigung von festen Plätzen (siehe Genietruppe) mit. An der Spitze des Stabes stand ein General, welcher den Titel „Generalgenieinspektor“ führte. Das Personal bestand aus Offizieren vom Hauptmann aufwärts und weiteren zugeteilten Offizieren.

Die Personalergänzung erfolgte durch Offiziere, die den höheren Geniekurs mit mindestens der Beurteilungsnote „Gut“ abgeschlossen haben mussten. Vor einer endgültigen Versetzung zum Geniestab erfolgte zunächst eine Kommandierung zum Zwecke der Probe des Aspiranten.

In der Militärabteilung jedes Militärterritorialkommandos war ein Stabsoffizier oder dienstälterer Hauptmann zur Bearbeitung der Aufgaben seines Fachgebiets eingeteilt.

 

Weiterhin dienten Geniestabsoffiziere im Technischen Militärkomitee, den Militärbildungsanstalten und bei den Genie- und Festungsbaudirektionen.

 

 

Weitere Infos zu "kuk General-Genie-Inspektor Feldzeugmeister Daniel Freiherr von Salis-Soglio"