kuk. Feldmarschallleutnant Otto Ritter v. Berndt - kuk. Dragoner Rgt. 5

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Hechtgrauer Rock des kuk. Feldmarschallleuntnant Otto Josef Ritter v. Berndt - u.a. Kommandant... mehr
Produktinformationen "kuk. Feldmarschallleutnant Otto Ritter v. Berndt - kuk. Dragoner Rgt. 5"

Hechtgrauer Rock des kuk. Feldmarschallleuntnant Otto Josef Ritter v. Berndt - u.a. Kommandant des kuk. Dragoner Rgt. "Nikolaus 1. Kaiser von Russland" Nr. 5, Generalstabschef der 4. Armee, etc.; feinst aus hochwertigem hechtgrauen Tuch gefertigter Rock mit roten Vorstößen, Kragen und Ärmelaufschlägen; am Kragen und den Ärmelaufschlägen die vorschriftsmäßige Goldborte für Generäle, am Kragen je 2 silbergestickte Sterne, alle Knöpfe in Generaldesign, auf der linken Brust zahlreiche Schlaufen für Orden und Auszeichnungen und darunter 2 für einen Bruststern - ebenso auf der rechten Brust; im Nacken am Kragen ein kleines Mottenloch, Oberteil innen mit weißer und Unterteil mit roter Seite ausgeschlagen; auf der Brusttasche links innen Schneideretikett "Offiziersuniformierung im k.u.k. Kriegsministerium Wien I/25"; innen in der Brusttasche weiteres Schneideretikett der Offiziersuniformierung im kuk. Kriegsministerium mit handschriftlichem Namen "FMLt. Otto R.v. Berndt". Leichte Tragespuren, farbfrisch in sehr guter Erhaltung

Eindrucksvoller Rock mit bedeutender Provinienz in sehr guter Erhaltung!

Otto Josef Berndt, seit 1917 Ritter von Berndt (* 18. April 1865 in Tiefenbach bei TannwaldNordböhmen; † 3. Dezember 1957 in Wien) war Feldmarschallleutnant und von 1909 bis 1914 Kommandant des k.u.k. Dragoner-Regiments „Nikolaus I. Kaiser von Rußland“ Nr. 5.

 

Otto Berndt war der Sohn einer Tochter des Bensener Müllermeister Ignaz Ritschel. Nachdem er mit sieben Jahren verwaist war, bekam sein Großvater das Sorgerecht. Nach dem Abschluss an der Realschule in Böhmisch Leipa besuchte er die Handelsakademie in Wien. Im Alter von 19 Jahren kam er als Einjährig-Freiwilliger zu einem Dragoner-Regiment in die Festung Theresienstadt; 1888 wurde er Berufsoffizier. Danach war er abwechselnd bei der Kavallerie und im Generalstab im Einsatz. 1901 wurde er Major im Generalstab, 1914 Kommandant der 4. Kavallerie-Division, vom Dezember 1915 bis November 1916 Generalstabschef der 4. Armee. Am 1. August 1917 erfolgte die Ernennung zum Feldmarschallleutnant, im Juli 1918 wurde er zum Kommandanten der 29. sudetendeutschen Infanteriedivision in Venetien befördert.

Im Jänner 1918 erhielt er als Ritter von Berndt das ihm 1917 von Kaiser Karl I. verliehene Adelsdiplom, wodurch er in den erblichen österreichischen Ritterstand erhoben wurde. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie Österreich-Ungarn 1918 fiel er namensrechtlich unter das Adelsaufhebungsgesetz. Anschließend lebte er als Pensionär in der nun tschechoslowakischen Grenzstadt Znaim und nach 1945 als Heimatvertriebener in Wien. Bis ins hohe Alter hielt er Kontakt zu den ehemaligen Offizieren des k.u.k. Steirisch-Kärntnerisch-Krainerischen Dragoner-Regiments „Nikolaus I. Kaiser von Rußland“ Nr. 5, vor allem zu seinem Nachfolger als Regimentskommandeur, Generalmajor Camillo Bregant.

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