kuk. Kämmerer Uniformjacke

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  • M25923
Uniformjacke eines kuk. Kämmerer im Frackstil, Jacke aus feinstem dunkelgrünem Wollstoff mit... mehr
Produktinformationen "kuk. Kämmerer Uniformjacke"

Uniformjacke eines kuk. Kämmerer im Frackstil, Jacke aus feinstem dunkelgrünem Wollstoff mit reicher mit Goldfaden handgestickter Verziehrung, Kragen und Ärmelaufschläge aus feinem, blauem Samt ebenfalls mit reichhaltigen handgestickten Verziehrungen, einreihig mit 9 goldenen Knöpfen, diese mit kaiserlichem Doppeladler, Rückenteil mit auf jeder Seite einer ebenfalls reich bestickten Taschenplatte, rechte mit der Öffnung für den Kämmererschlüssel (Hofwürdenzeichen eines Kämmerers) mit goldgedrehter Sicherungskordel und 2 kleinen Knöpfen zum Befestigen, auf der linken Brustseite mehrere Laschen für Orden und Auszeichnungen, innen mit grüner Seite ausgelegt und ein Stoffsackerl mit Lavendel (Mottenschutz!!!) alt angenäht! Minimale Trage- und Lagerungsspuren

Brustumfang 104 / Taille 93 / Ärmellänge 60 / Gesamtlänge hinten ohne Kragen 97 / Gesamtlänge vorne ohne Kragen 47cm

Eindrucksvolle Uniformjacke eines Kämmerers aus dem Umfeld von Kaiser Franz Josef in sehr guter, fast neuwertiger Erhaltung ohne jede Beschädigung mit leichten Tragespuren!

Die Erlangung der Würde eines kaiserlichen Kämmerers war ausschließlich Mitgliedern des Hochadels vorbehalten und dies war das wichtigste Ehrenamt am Wiener Hof und das wirkungsvollste Instrument zur Bindung des Adels an den Hof.

Der Titel eines Kämmerers war das Symbol der Zugehörigkeit zur aristokratischen Elite der Monarchie. Mit der Verleihung des Titels eines Kämmerer war die Hoffähigkeit, also die grundlegende Voraussetzung für den Zutritt bei Hof, verbunden.

 

Die wichtigste Aufgabe der Kämmerer war es, das Cortège, d. h. das persönliche Gefolge des Herrschers bei öffentlichen Auftritten zu bilden, denn im feudalen Verständnis von Macht brauchte ein großer Herr ein großes Gefolge. Kämmerer wurden als adeliges Ehrengeleit auch zum Dienst im Gefolge der Kaiserin oder bedeutender Gäste zugeteilt. In der Regel war jedoch keine ständige Anwesenheit erforderlich, obwohl die Möglichkeit bestand, tatsächlich zur Ausübung ihres Amtes berufen zu werden. Mindestens sechs Kämmerer mussten gleichzeitig bei Hofe anwesend sein, um im Turnus den Dienst zu versehen.

Die Kämmerer trugen als Zeichen ihrer Stellung einen Schlüssel, der die Zutrittsberechtigung in die Gemächer des Kaisers symbolisierte. Um die Würde des Hofes zu wahren, wurden von den Kämmerern ein dem adeligen Ehrenkodex entsprechendes moralisch tadelloses Verhalten sowie der Nachweis eines standesgemäßen Vermögens abverlangt. Wer den Anforderungen des Hofes nicht entsprach, dem konnte die Kämmererwürde auch entzogen werden. Besonders Kaiser Franz Joseph, der seine streng konservative Auffassung von aristokratischer Ehre auch von seinem adeligen Hofstaat erwartete, nützte zuweilen dieses Disziplinierungsinstrument, um das Ansehen des Hofes nach Außen zu wahren.

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